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Titel

LEADER-Projekt „Neukonzeption regionales Radwegenetz“

Vergabeverfahren

Öffentliche Ausschreibung
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)

Auftraggeber

Landratsamt Dingolfing-Landau
Obere Stadt 1
84130 Dingolfing

Ausführungsort

DE-84130 Dingolfing

Frist

13.01.2020

Beschreibung

I) Landratsamt Dingolfing-Landau

Fachbereich Tourismus

Informationszentrum im Bruckstadel

Fischerei 9

84130 Dingolfing

Tel.: 08731/327-100

E-Mail: tourismus(at)landkreis-dingolfing-landau.de

Internet: www.ferienland-dingolfing-landau

II)

A) Ausgangssituation: Das touristische Radwegenetz im Landkreis Dingolfing-Landau umfasst ca. 800 km. Das Landratsamt Dingolfing-Landau, Fachbereich Tourismus, entwickelt zukünftig im Rahmen der „Neukonzeption Regionales Radwegenetz“ verschiedene touristische, regionsumspannende Radrunden sowie verbindende Radwege, die weitere Tourenoptionen ermöglichen. Aufgrund vieler Änderungen und zum Teil Qualitätsmängel in der Beschilderung ist diese Neukonzeption notwendig. Viele Wege sind nicht mehr korrekt beschildert, die Streckenführung teilweise nicht mehr zeitgemäß. Der Landkreis Dingolfing-Landau hat eine Radkarte mit 16 Touren und der Übersicht der Fernradwege, wie dem Isarradweg, dem Vilstalradweg und dem Bockerlbahnradweg. Die bestehenden 16 Landkreistouren wurden vor 18 Jahren festgelegt und beschildert. Die Streckenführung müsste geändert und in sog. Cluster eingeteilt werden (seniorengerecht, kindergerecht, Rennrad-tauglich, e-Bike-geeignet etc.). Der bisherige Verlauf des „Radweges der versunkenen Schlösser“ umfasst nur einen Teil der im Landkreis vorhandenen Schlösser und Herrenhäuser. Dessen Beschilderung, die bereits 13 Jahre alt ist, hat ebenfalls nicht mehr FGSV-Standard. Es existiert also keine flächendeckende, einheitliche Beschilderung im Landkreis. Die Routen sollen alle neu gestaltet werden, damit sie ADFC-Qualität erreichen. Zusätzliche Informationspunkte und entsprechende Rastplätze sollen auch ortsfremden Radlern die Orientierung erleichtern und Informationen über den Landkreis vermitteln. Alle Informationen zum aktuellen Radwegenetz erhalten sie auf der Tourismushomepage des Landkreises www.ferienland-dingolfing-landau.de. Wir nutzen dazu das Tourenportal „tourinfra®“ von green solutions! Der Fernradweg „Isarradweg“ ist bereits beschildert und wird über die Firma Alpin-Consult aus Miesbach betreut. Zudem wurde im Landkreisgebiet der Isarradweg, Teilbereiche des Bockerlbahnradweges sowie des Vilstalradweges bereits über das LEADER-Projekt „Radrunde Bayerisches Thermenland“ mit dem Titel „Niederbayerntour, Radrunden und die schönsten Ausflugsziele“ über den Tourismusverband Ostbayern optimiert und beschildert. Im Laufe der letzten Jahre wurden von Seiten des Straßenbauamtes sowie des Tiefbauamtes entlang von Bundes- und Kreisstraßen Hinweisschilder angebracht, die in das Projekt einfließen sollen, bei denen aber vorab geprüft werden muss, ob die Inhalte der Ausschilderung in das Gesamtbeschilderungsprojekt passen. Insgesamt sind somit ca. 600 km zu kontrollieren und der Istzustand zu erfassen. Es sollen in diesem Projekt nicht nur Touren für den Freizeitradler oder Urlauber, sondern auch die Bedürfnisse der Alltagsradler Berücksichtigung finden. Die Beschilderung und Ausweisung von Rast- und Informationspunkten soll dann in einem weiteren Projekt nach dem deutschlandweit einheitlichen Beschilderungssystem der FGSV (Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen) erfolgen.

B) Projektziel: Die Entwicklung und Umsetzung eines Radroutennetzes in der Region Ferienland Dingolfing-Landau (Vernetzung von 15 Gemeinden, Städten und Märkten) unter Berücksichtigung der bestehenden Radrouten. Eine Zertifizierung „ADFC Radreiseregion“ wird angestrebt. Es soll außerdem geprüft werden, wie die in den letzten Jahren neu entstandenen Radwege entlang von Straßen in das Landkreis-Radwegenetz mit eingebunden und entsprechend beschildert werden könnten. Standorte für Informations- und Rastplätze sowie ein neues Sicherheitskonzept sollen erarbeitet werden, in dem die Strecken mit Notfall-Aufnahmepunkten versehen werden und die Schilder digital erfasst werden. In diesem Zusammenhang würde zukünftig auch die Wegebeschilderung an neuen Standorten errichtet. Übergeordnetes Ziel: Es sollen mehr Urlauber in die Region Dingolfing-Landau kommen, entweder zu einem Tagesausflug mit dem Rad oder zum mehrtägigen Radurlaub. Gleichzeitig soll die Bevölkerung vor Ort mehr Rad fahren, sei es als Alternative zum Auto oder als Freizeitaktivität. Das Projekt wird auf mehrere Stufen verteilt. Die erste Stufe (diese Angebotseinholung) beschäftigt sich mit der Planung & Analyse des Radwegenetzes, Digitalisierung der Daten sowie eine Mengen- und & Bedarfsermittlung der Schilder. Die zweite Stufe beinhaltet die praktische Umsetzung der Beschilderung. Die dritte Stufe rundet das Projekt mit Öffentlichkeitsmaßnahmen ab.

C) Rahmenbedingungen: Das Projekt wird durch eine aktive Mitarbeit des Auftraggebers unterstützt. Der Auftraggeber übernimmt die Koordination der Projektpartner und Projektgemeinden sowie die Abstimmung mit Fachbehörden und Nachbarlandkreisen. Für die Kalkulation des Angebotes wird ein Radwegenetz von 600 km angenommen. Es müssen regelmäßig Gespräche und Abstimmungen zum Projektstand zwischen Auftraggeber (zukünftig AG genannt) und Auftragnehmer (zukünftig AN genannt) stattfinden. Durch vorherige Projekte nutzt der Landkreis Dingolfing-Landau bereits das Tourenverwaltungs- programm und das Schilderverwaltungssystem tourinfra® der Firma green-solutions GmbH & Co.KG, sowie das Datenverwaltungssystem „we2p Cockpit“ der Firma VENUS.Werbeagentur GmbH.

D) Aufgabenstellung für den Dienstleister: - Zusammenarbeit mit dem AG beim Projektmanagement sowie Benennung eines konstanten Ansprechpartners*in. - Erarbeitung und Abstimmung eines Radwegenetzes für den Freizeit- und Alltagsverkehr mit allen relevanten Partnern in der Region sowie in den umliegenden Regionen. Planungsgrundlage sind die markierten Radwege und -touren im Landkreis Dingolfing-Landau. - Beschilderungsplanung auf Basis des abgestimmten Radwegenetzes und unter Berücksichtigung der bereits vorhandenen Wegweisung nach FGSV-Standard sowie mit digitaler Bereitstellung und Aufarbeitung des Wegenetzes, von Radtouren und eines Beschilderungskatasters. - Empfehlung von ca. 16 Radtouren über die ganze Region hinweg nach dem „Wabenprinzip“ (zu beachten: Voraussetzung für die ADFC-Radreiseregion) - Erarbeitung von Verbindungsachsen zwischen den Gemeinden für den Alltagsradverkehr - Bereitstellung der Daten (Radwegenetz sowie Touren), so dass der AN diese auf entsprechende Karten einpflegen kann - Berücksichtigung der Kriterien „ADFC Radreiseregion“ und Empfehlungen zur Optimierung der Radwegequalität (Breite, Oberflächenbeschaffenheit etc.) - Radverkehrsinfrastruktur (Abstellanlagen, Rastplätze etc.) - Empfehlung für die Standorte von Infotafeln. Bei der Planung und Umsetzung sind die Richtlinien aus dem „Merkblatt zur wegweisenden Beschilderung für den Radverkehr“ von der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen anzuwenden. Das „Radverkehrshandbuch Radlland Bayern“ (Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Inneren, Mai 2011) ist zwingend zu berücksichtigen.

E) Ausführungszeitraum 01.01.2020 – 30.04.2021

F) Art der Leistung und Leistungsumfang 1.) Grundlagenermittlung: - Klärung der Aufgabenstellung mit dem AG - Teilnahme an Sitzungen und Besprechungen - Erhebung und Digitalisierung der vorhandenen Radwege (Daten werden vom AG bereitgestellt) - Vorentwurf Radwegenetz auf der Grundlage vorhandener Daten und unter Einbeziehung von ausgewählten Fachleuten der Region (kartographische Darstellung) - Erweiterung des Netzes um zentrale Verbindungsachsen zwischen den Gemeinden, Städten und Märkten 2.) Präsentation bei einer Auftaktveranstaltung: - Vorstellung der Analyse der Ist-Situation - Ausblick über das Gesamtprojekt und weitere Vorgehensweise 3.) Abstimmung Radwegenetz - Abstimmung mit allen Kommunen des Landkreises Dingolfing-Landau (der AG übernimmt die Terminkoordination der notwendigen Besprechungen vor Ort) - Abstimmung des Alltags- und Freizeitradwegenetzes mit allen relevanten Behörden (Landratsamt, Staatl. Bauämter, Staatsforstverwaltung, Staatsforsten, Untere Naturschutzbehörde, Wasserwirtschaftsamt etc. – übernimmt der AG, der AN stellt die Besprechungsgrundlagen in digitaler Form zur Verfügung) - Abstimmung mit den Nachbarregionen mittels digitaler und analoger Daten und Einbindung der Straßenbaulastträger (Radius von ca. 20 km über das eigentliche Projektgebiet hinaus) - Berücksichtigung bestehender Radinfos und Radprojekte - Einbeziehung der Bahnhöfe / des ÖPNV 4.) Ausführungsplanung - Erstellung und konstante Überwachung sowie Aktualisierung eines Zeitplanes - Auswertung und qualitative Bewertung der Anregungen aus den Kommunen und den Nachbarlandkreisen - Abstimmung der Auswertungsergebnisse mit dem AG und Einarbeitung in das Gesamtwegenetz - Bereitstellung des abgestimmten Gesamtwegenetzes über ein Internetportal mittels tourinfra® - Freigabe der Wege durch die Gemeinden, Städte und Märkte sowie Baulastträger und Grundstückseigentümer 5.) Kartierung Wegenetz & Erfassung der Sachdaten (inkl. Befahrung aller Strecken) - GPS-gestützte Erfassung aller zukünftigen Schilderstandorte inklusive Fotodokumentation - GPS-gestützte Erfassung der Radwegweisung, welche nicht dem FGSV-Standard entspricht, inklusive Fotodokumentation - GPS-gestützte Erfassung der Radwegweisung, welche dem FGSV-Standard entspricht, inklusive Fotodokumentation - GPS-gestützte Erfassung der Radinfrastruktur entlang des Radwegenetzes (z.B. Rastplätze, Fahrradabstellanlagen, Verleihstationen, E-Bike-Ladestationen), inklusive Fotodokumentation - GPS-gestützte Erfassung und Dokumentation des Fahrbahnbelages und der Wegekategorie, Namen Fernradwege, Namen Radtouren - Georeferenzierte Aufbereitung aller erfassten Daten und Standorte in einer Datenbank und einheitliche Benennung der Standorte (eindeutige Standort-nummern) 6.) Beschilderungsplanung - Planung der Schilderinhalte für die Ziel- und Zwischenwegweiser nach FGSV-Standard mit Berechnung der Distanzangaben - Integration der vom AG vorgegebenen Fernradwege in die Beschilderungspläne inklusive Bayernnetz für Radler - Berücksichtigung und eventuelle Überarbeitung der vorhandenen Radwegweisung nach FGSV-Standard - Erfassung und Dokumentation Straßenbaulastträger für jeden Schilderstandort - Erarbeitung von Montagevorschlägen für jeden Schilderstandort - Hinweise für die Demontage von alten Radwegweisern - Erstellung von separaten Datenblättern für jeden Schilderstandort mit folgenden Angaben: Standortnummer, Kommune, Baulastträger, Lagebeschreibung, Standortfoto, druckverbindliche, graphische Darstellung der einzelnen Wegweiser, Angaben zu den benötigten Trägern (Pfosten, Masten, Länge, Durchmesser), Montagevorschlag, benötigtes Befestigungsmaterial 7. Lückenschlüsse / Bauliche Veränderungen Übersicht aller, für ein umfassendes und attraktives Radwegesystem notwendigen baulichen Maßnahmen 8. Abstimmung der Beschilderungsplanung - Abstimmung des Radwegenetzes und der Thementouren mit dem AG, den Landkreisen, den Staatlichen Bauämtern und evtl. notwendigen Stellen (AN stellt die Planungsunterlagen zur Verfügung) - Abstimmung mit den einzelnen Kommunen - Grobkostenermittlung pro Gemeinde für die Haushaltsplanung 9. Vorbereitulng und Mitwirkung bei der Vergabe für das Beschilderungsmaterial - Beratung des AG bei der Auswahl eines geeigneten Beschilderungssystems und –materials - Massenermittlung für das Beschilderungsmaterial (Schilder, Pfosten, Fundamente, Befestigungsmaterial, Infotafeln) - Unterstützung bei der Antragstellung bei LEADER, bei der das fertige Radwegekonzept als Grundlage dient - Aufstellen einer Leistungsbeschreibung - Prüfung und Wertung der Angebote mit Erstellung von Preisspiegel, Vergabevorschlag und Mitwirkung bei der Auftragsvergabe

G) Inhalt, Form und Aufbau des Angebotes: Das Angebot muss in schriftlicher Form auf dem Postweg eingehen. Die Kostenermittlung muss nach den einzelnen Punkten 1 - 9 aufgeschlüsselt werden. Grundlage für das Angebot sind diese Vergabeunterlagen. Das Angebot muss unterschrieben und mit dem Firmenstempel versehen sein. Das Angebot hat alle in der Leistungsbeschreibung geforderten Preisangaben zu erfassen. Außerdem bitten wir um mindestens ein Referenzprojekt, aus dem hervorgeht, dass Sie Erfahrung mit den o.g. Systemen haben. Nebenangebote sind nicht zugelassen. Unvollständige Angebote werden ausgeschlossen.

H) Auswertung Die Beurteilung erfolgt anhand der dargelegten Erfüllung der in Punkt F, Ziffern 1 – 9, aufgeführten Leistungen und dem daraus resultierenden Preis-/Leistungsverhältnis.

I) Zuschlagserteilung / Vertragsabschluss Die Zuschlagserteilung erfolgt schriftlich. Die Bindefrist für das Angebot ist identisch mit der Zuschlagsfrist. Der Bieter ist daher bis zum Ablauf der Zuschlagsfrist an sein Angebot gebunden. Wird bis zum Ablauf der Frist kein Zuschlag erteilt, gilt das Angebot als nicht berücksichtigt. Wird der Zuschlag rechtzeitig und ohne Änderung erteilt, ist der Vertrag mit Zuschlagserteilung zu den Vorgaben dieses Verfahrens auf der Grundlage des Angebots rechtskräftig zustande gekommen.

J) Vertragsbestandteile Die Allgemeinen Vertragsbedingungen für die Ausführung von Leistungen (VOL/A) sind Bestandteil des Vertrages. Beiliegende AGB’s des Bieters stellen eine Änderung der Vergabeunterlagen dar und führen zwingend zum Ausschluss!

K) Angebotsabgabe, Ansprechpartner und Fristen Bitte senden Sie Ihr Angebot in einem verschlossenen und mit dem Vermerk „Angebot Neukonzeption Regionales Radwegenetz“ gekennzeichneten Umschlag bis zum 13.01.2020 unterschrieben in zweifacher Ausfertigung an das Landratsamt Dingolfing-Landau, Fachbereich Tourismus. Maßgebend für die Rechtzeitigkeit ist der Eingangsstempel der ausschreibenden Stelle. Ende Angebotsfrist Montag, 13. Januar 2020, 12 Uhr Ende Zuschlags- und Bindefrist Freitag, 30. April 2021

Ausschreibende Stelle: Landratsamt Dingolfing-Landau Fachbereich Tourismus Informationszentrum im Bruckstadel Fischerei 9 84130 Dingolfing Tel.: 08731/327-100 E-Mail: tourismus(at)landkreis-dingolfing-landau.de Internet: www.ferienland-dingolfing-landau Ansprechpartner: Birgit Scholz, Tel.: 08731/327-100 oder Heidi Feicht Tel.: 08731/87-443

Veröffentlichung

Geonet Ausschreibung 30738 vom 28.12.2019