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Titel

Numerische Langzeitmodellierungen unter Berücksichtigung thermisch-hydraulisch-mechanisch (-chemisch) gekoppelter Effekte (AREHS).

Vergabeverfahren

Öffentliche Ausschreibung
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)

Auftraggeber

Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) Dienstsitz Salzgitter
Willy-Brandt-Srtaße 5
38226 Salzgitter

Ausführungsort

DE-10099 Berlin

Frist

23.10.2019

TED Nr.

431157-2019

Beschreibung

Abschnitt I:

I.1) Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit

Willy-Brandt-Straße 5

38226 Salzgitter

Telefon: +49 30187-676761521

E-Mail: vergabestelle(at)bfe.bund.de

Internet: www.bfe.bund.de

I.2) Gemeinsame Beschaffung

I.3) Kommunikation Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: Internet: www.evergabe-online.de/tenderdetails.html Weitere Auskünfte erteilen/erteilt die oben genannten Kontaktstellen Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: Internet: www.evergabe-online.de/tenderdetails.html

I.4) Art des öffentlichen Auftraggebers Ministerium oder sonstige zentral- oder bundesstaatliche Behörde einschließlich regionaler oder lokaler Unterabteilungen

I.5) Haupttätigkeit(en) Umwelt

Abschnitt II: Gegenstand

II.1) Umfang der Beschaffung

II.1.1) Bezeichnung des Auftrags: 4719F10402 – AREHS Referenznummer der Bekanntmachung: Z 6 - BfE62220/4719F10402

II.1.2) CPV-Code Hauptteil 71319000

II.1.3) Art des Auftrags Dienstleistungen

II.1.4) Kurze Beschreibung: Auswirkungen sich ändernder Randbedingungen auf die Entwicklung hydrogeologischer Systeme: Numerische Langzeitmodellierungen unter Berücksichtigung thermisch-hydraulisch-mechanisch (-chemisch) gekoppelter Effekte (AREHS).

II.1.5) Geschätzter Gesamtwert

II.1.6) Angaben zu den Losen Aufteilung des Auftrags in Lose: nein

II.2) Beschreibung

II.2.1) Bezeichnung des Auftrags

II.2.2) Weitere(r) CPV-Code(s)

II.2.3) Erfüllungsort NUTS-Code: DE300

II.2.4) Beschreibung der Beschaffung: Gemäß des „Gesetzes zur Suche und Auswahl eines Standortes für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle (Standortauswahlgesetz – StandAG)” soll ein Standort bestimmt werden, der die bestmögliche Sicherheit für die Errichtung eines Endlagers für hochradioaktive Abfälle für 1 Million Jahre bietet. Die Anwendung der Mindestanforderungen, Ausschlusskriterien und geowissenschaftliche Abwägungskriterien (§§ 22 bis 24 StandAG) erfordert die Kenntnis zahlreicher (petro)physikalischer und hydrogeologischer Parameter, die die geologischen Einheiten charakterisieren. Während des Nachweiszeitraums von 1 Million Jahren werden jedoch externe Ereignisse wie künftige Kalt- und Warmzeiten und damit einhergehende Vereisungsereignisse die oben genannten (petro)physikalischen Eigenschaften sowie die natürlichen hydrogeologischen Eigenschaften des Gesamtsystems durch z. B. Reaktivierung von Störungen oder Wechsel der hydraulischen Gradienten und folglich Strömungsrichtungen verändern. Es ist daher zu erwarten, dass sich das zukünftige hydrogeologische Regime stark von dem derzeit beobachteten unterscheiden wird. Die Langzeitsicherheitsbetrachtung und damit Bewertung und Auswahl eines geeigneten Standorts erfordert daher nicht nur ein gründliches Verständnis des geologischen Ausgangszustands des potentiellen Endlagerstandortes, sondern auch die Identifizierung und Bewertung solcher zukünftigen externen Ereignisse und Prozesse, die sich auf dessen Entwicklung auswirken können. Als Regulierungsbehörde muss das BfE nicht nur die naturwissenschaftlich-technischen Ergebnisse der BGE mbH in Bezug auf die im StandAG genannten Kriterien und Anforderungen sowie Sicherheitsuntersuchungen bewerten sondern auch die gewählten methodischen Ansätze sowie deren möglichen Auswirkungen auf die erzielten Ergebnisse beurteilen können. Das ausgeschriebene Forschungsvorhaben verfolgt deshalb 2 Ziele: Zum einen sollen die Auswirkungen sich ändernder äußerer Randbedingungen auf die hydrogeologisch relevanten Parameter (z. B. hydraulische Permeabilität, Porosität, Migrationswege, Fluid Verfügbarkeit, hydraulische Gradienten) eines potenziellen geologischen Endlagers in Deutschland (Tongestein, Steinsalz, Kristallingestein) und seiner umgebenden Gesteinseinheiten mit Hilfe gekoppelter THM-(C) Ansätze modelliert werden. Besonderes Augenmerk gilt dabei der zyklischen mechanischen Be- und Entlastung aufgrund von Vereisungsereignissen und den hierdurch hervorgerufenen Spannungsänderungen (M) sowie induzierten Temperatureffekten (T) aufgrund von Permafrost und Warmzeiten. Zum anderen sollen die Ergebnisse zeigen, welche Prozesse mit den vorhandenen THM-(C) Modellierungsansätzen und –codes bereits gut erfasst werden, wo Entwicklungs- und Forschungsbedarf besteht und wie sich die Wahl spezifischer Modellierungsansätze und –codes auf die Ergebnisse der Modellierungen auswirken.

II.2.5) Zuschlagskriterien Die nachstehenden Kriterien Der Preis ist nicht das einzige Zuschlagskriterium; alle Kriterien sind nur in den Beschaffungsunterlagen aufgeführt

II.2.7) Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung, des dynamischen Beschaffungssystems oder der Konzession Laufzeit in Monaten: 33 Dieser Auftrag kann verlängert werden: nein

II.2.10) Angaben über Varianten/Alternativangebote Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein

II.2.11) Angaben zu Optionen Optionen: nein

II.2.12) Angaben zu elektronischen Katalogen

II.2.13) Angaben zu Mitteln der Europäischen Union Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein

II.2.14) Zusätzliche Angaben

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1) Teilnahmebedingungen

III.1.1) Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister

III.1.2) Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien: 1) Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Es sind Nachweise über mindestens 2 umgesetzte Forschungsvorhaben einzureichen, die mit der vorliegenden Ausschreibung vergleichbar sind. Vergleichbar sind Forschungsvorhaben, wenn darin gekoppelte THM-(C) Modellierungen in geowissenschaftlichen Fragestellungen angewandt wurden. Als Nachweis dient eine Beschreibung des Vorhabens, die mindestens folgende Informationen umfassen muss: – Projektname/-bezeichnung und Standort, – Bearbeitungszeitraum, – Funktion (z. B. Konsortialführer/in, Unterauftragnehmer/in), – Anzahl der eingesetzten Personen, – Kurzbeschreibung der Auftragsinhalte, – ggf. Auftraggeber/in, – ggf. Auftragsvolumen. 2) Personelle Leistungsfähigkeit Der Einsatz von Stammpersonal wie auch studentischen Hilfskräften oder Doktoranden ist erlaubt und gewünscht. Die am Vorhaben Beteiligten sind mit Kurz-Lebenslauf und wissenschaftlichen Referenzen zu benennen. Der/die Bieter/in kann für die Projektleitung und die Bearbeiter/innen folgende Mindestqualifikationen nachweisen: 1) Folgende Mindestqualifikation ist für die Projektleitung nachzuweisen: a) Hochschulabschluss und Promotion in einer geowissenschaftlichen Disziplin; b) Erfahrungen mit der Konzeptionierung und Umsetzung von vergleichbaren THM-(C) Forschungsvorhaben, nachzuweisen anhand des Lebenslaufs; c) Veröffentlichungen (Erstautorenschaft oder Ko-Autorenschaft) auf dem Gebiet der THM-(C) Modellierungen innerhalb der vergangenen fünf Jahre. 2) Folgende Mindestqualifikation ist für die Bearbeiter/innen nachzuweisen (gilt nicht für möglicherweise einzusetzende studentische Hilfskräfte): a) Hochschul- oder Fachhochschulabschluss in einer geowissenschaftlichen Disziplin.

III.1.3) Technische und berufliche Leistungsfähigkeit

III.1.5) Angaben zu vorbehaltenen Aufträgen

III.2) Bedingungen für den Auftrag

III.2.1) Angaben zu einem besonderen Berufsstand Beruf angeben:

III.2.2) Bedingungen für die Ausführung des Auftrags Für den Vertrag findet die ABFE-BMU (Stand: März 2018), und damit auch die VOL/B, Anwendung. Sie beinhaltet u. a. die Regelungen: — die Rechnungsstellung kann nach Übergabe und Abnahme der vereinbarten Leistung (Arbeitspakete oder Gesamtleistung) erfolgen; — der Rechnungsbetrag wird binnen 30 Tagen nach Eingang einer prüfbaren Rechnung ausgezahlt; — die Zahlung erfolgt bargeldlos. Die ABFE-BMU sind den Unterlagen beigefügt. Es wird darauf hingewiesen, dass Allgemeine Geschäftsbedingungen des Bieters grundsätzlich ausgeschlossen sind. Es findet das Deutsche Recht Anwendung.

III.2.3) Für die Ausführung des Auftrags verantwortliches Personal

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1) Beschreibung

IV.1.1) Verfahrensart Offenes Verfahren

IV.1.3) Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem

IV.1.4) Angaben zur Verringerung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer oder Lösungen im Laufe der Verhandlung bzw. des Dialogs

IV.1.5) Angaben zur Verhandlung

IV.1.8) Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA) Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: nein

IV.2) Verwaltungsangaben

IV.2.1) Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren

IV.2.2) Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge Tag: 23.10.2019 Ortszeit: 12:00

IV.2.3) Voraussichtlicher Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber

IV.2.4) Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können Deutsch

IV.2.6) Bindefrist des Angebots Das Angebot muss gültig bleiben bis: 31.12.2019

IV.2.7) Bedingungen für die Öffnung der Angebote Tag: 24.10.2019 Ortszeit: 10:00 Angaben über befugte Personen und das Öffnungsverfahren: 2 Vertreter der Auftraggeberin

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1) Angaben zur Wiederkehr des Auftrags Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein

VI.2) Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen

VI.3) Zusätzliche Angaben

VI.4) Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren

VI.4.1) Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren Bundeskartellamt – Vergabekammer des Bundes Villemombler Straße 76 Bonn 53123 Deutschland

VI.4.2) Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren

VI.4.3) Einlegung von Rechtsbehelfen Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen: Zuständig für die Nachprüfung von Vergabeverfahren des Bundes ist das Bundeskartellamt – Vergabekammer des Bundes, Villemombler Straße 76, 53123 Bonn. Gemäß §160 Abs. 3 GWB müssen erkannte Verstöße gegen Vergabevorschriften spätestens innerhalb von 10 Kalendertagen bei der Vergabestelle des Auftraggebers gerügt werden. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die sich aus diesem Bekanntmachungstext ergeben, müssen innerhalb der Bewerbungsfrist gerügt werden. Hilft die Vergabestelle der Rüge nicht ab, kann ein Antrag auf Nachprüfung beim Bundeskartellamt unter der o. g. Anschrift nur innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang der Mitteilung der Auftraggeberin, der Rüge nicht abhelfen zu wollen, gestellt werden, vergl. § 160 Abs. 3 Nr. 4 GWB.

VI.4.4) Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt

VI.5) Tag der Absendung dieser Bekanntmachung Tag: 11.09.2019

Veröffentlichung

Geonet Ausschreibung 30007 vom 20.09.2019