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Titel

Bio­lo­gi­sche Un­ter­su­chun­gen zur Mu­schel­zucht

Vergabeverfahren

Öffentliche Ausschreibung
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)

Vergabestelle

Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft & Fischerei Mecklenburg-Vorpommern, Institut für Fischerei
Fischerweg 408
18069 Rostock

Ausführungsort

DE-18069 Rostock

Frist

08.02.2019

Beschreibung

a) Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft & Fischerei Mecklenburg-Vorpommern

Institut für Fischerei

Fischerweg 408

18069 Rostock

E-Mail: t.mohr(at)lfa.mvnet.de

b) Leistungen und Erzeugnisse Forschung und Entwicklung

c) Ausschreibungsweite Nationale Ausschreibung

d) Vergabeverfahren Unterschwellenvergabeordnung (UVgO)

e) Vergabeart Verhandlungsvergabe mit öffentlichem Teilnahmewettbewerb

f) Erfüllungsort 18069 Rostock Mecklenburg-Vorpommern CPV-Code 03310000-5

g) Leistungsbeschreibung „Biologische Untersuchungen zur Muschelzucht“ Ort: Fischereischutzgebiet (FSG) NIENHAGEN

h) Zeitraum: 01.04.2019 bis 31.10.2022 (Versuchsdurchführung) und bis 30.09.2022 (Abgabe des Abschlussberichtes)

i) Biologische Untersuchungen zur Muschelzucht Rahmenbedingungen: Die Strom- und Schifffahrtspolizeiliche Genehmigung für das Fischereischutzgebiet (FSG) Nienhagen liegen dem Auftraggeber vor. Eine naturschutzrechtliche Genehmigung zur Aufzucht von Muscheln im oben genannten FSG wurde ebenfalls erteilt. Ein Antrag zur technischen Umsetzung des Vorhabens muss noch an das Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund gestellt werden. Der Auftraggeber geht davon aus, dass dieser genehmigt wird. Wird die Genehmigung nicht erteilt, kann trotz Ausschreibungsverfahren kein Auftrag erteilt werden. Im Projekt „Kombinierte marine Aquakultur - Erprobung eines Miesmuschelproduktionsverfahrens in Kombination mit einer Fischzucht für eine dezentrale Aquakultur in MV“ gibt es zwei Untersuchungsschwerpunkte: Miesmuschel und Fisch. Im Rahmen einer Fischproduktion werden an der Arbeitsplattform NIENHAGEN ein kombiniertes Aquakulturverfahren mit Fisch- und Muschelproduktion untersucht. Dabei werden von den Muschelkollektoren unter einem Fischzuchtkäfig Proben genommen.

Im Rahmen des Schwerpunktes Miesmuschel gibt es wiederum drei Arbeitskomplexe: Technische Erprobung, biologische Untersuchungen und die Suche nach Verwertungsmöglichkeiten. Bei dem Arbeitskomplex „Erprobung technischer Varianten“ werden zwei Muschelproduktionseinheiten mit zehn unterschiedlichen Kollektortypen über 6 Monate betrieben. Die unterschiedlichen Kollektortypen sind im Rahmen dieses Ausschreibungsverfahren zu beproben. Ein Schlauchboot (6,00 m Länge, 2,50 m Breite, 90 Ps Außenbordmotor) kann in besonderen Fällen durch den Auftraggeber gestellt werden. Bei eigenständiger Nutzung durch den Auftragnehmer ist ein Amtlicher Sportbootführerschein „See“ Voraussetzung. Schiffstechnik in Form eines Kutters kann nur begrenzt zur Verfügung gestellt werden und ist mit anderen Arbeiten im FSG zu koppeln. Die Organisation liegt in den Händen des Auftraggebers. Notwendige Einsätze sind durch den Auftragnehmer rechtzeitig dem Auftraggeber anzuzeigen.

geforderte Leistungen: Bewuchs und Biologie der Miesmuschel - Während der 6 Monaten Einsatzzeit sind die beiden Miesmuschelproduktionsvarianten mit tonnen- und rohrartigen Auftriebskörpern und zehn unterschiedlichen Kollektortypen zu beproben. - Die Proben sind mindestens monatlich zu nehmen und auf Wachstumsrate, Fleisch-Schalen-Verhältnis, Schadstoffe, Schwermetalle und alle weiteren veterinär hygienischen, toxikologischen und parasitologischen Parameter sowie den aktuell geltenden Richtlinien zur Überwachung von Muschelprodukten zu untersuchen. - Die Ergebnisse der genommenen Proben sind mit den Ergebnissen des parallel laufenden Untersuchungsthemas „Kombinierte Aquakultur an der Arbeitsplattform NIENHAGEN“ in Absprache mit dem Auftraggeber zu vergleichen. - Über den Produktionszeitraum ist die Filtrierleistung pro Produktionseinheit zu ermitteln. - Ganzjährig sind die hydrographischen Parameter im Untersuchungsgebiet zu erfassen. - Alle produktionsrelevanten Ausgaben sind zu erfassen und dem Auftraggeber für eine Wirtschaftsanalyse zur Verfügung zu stellen. - Die Untersuchungsergebnisse sind in Absprache mit dem Auftraggeber möglichen Investoren und Interessenten zu präsentieren. Folgende Fragestellungen sollen untersucht werden: - Ist eine Muschelzucht in der Ostsee möglich? - Welche Wachstumsraten werden auf den unterschiedlichen Kollektortypen erreicht? - Welche Muschelgrößen können in einem einjährigen Produktionsverfahren durchschnittlich erreicht werden? - Wie hoch sind die Fleisch- und Schalenanteile? - Welche Produktionsmengen sind pro laufenden Meter und Kollektortyp erreichbar? - Erfüllen die Miesmuscheln die geltenden Richtlinien zur Überwachung von Muschelprodukten? - Ist damit eine Verwertung von Miesmuscheln realisierbar? - Kann über die Filtrierleistung der Miesmuschel ein Nährstoffaustrag aus dem Gewässer beschrieben werden? - Können Produktionsgenehmigungen für eine Miesmuschelproduktion in den Küstengewässern M-V in Aussicht gestellt werden?

j) Zu beachten: • Erfindungen und Ergebnisse der Untersuchungen, die im Rahmen der Arbeiten entwickelt werden, dürfen von der LFA nur mit ausdrücklicher Genehmigung des LU in Wort oder Schrift weitergegeben oder Dritten zugänglich gemacht werden. Alle Rechte der Vermarktung stehen dem LU zu. Bei Veröffentlichungen und Präsentationen ist darauf zu achten, dass die Finanzierung über EMFF- und Landesmitteln deutlich gemacht wird. • Die Ergebnisse des abgelaufenen Jahres sind mit Ausnahme des letzten Jahres innerhalb eines Monats nach Abschluss des Kalenderjahres dreifach in schriftlicher Form und einmal in elektronischer Form der LFA als Zwischenbericht vorzulegen. • Am Ende des Projektes sind der LFA ein Abschlussbericht dreifach in schriftlicher Form und einmal in elektronischer Form vorzulegen, in dem a) die Ergebnisse mit den Zielsetzungen verglichen werden und b) Vorschläge zur weiteren wirtschaftlichen Umsetzung enthalten sind. Der Abschlussbericht ist bis zum 30.09.2022 vorzulegen • Mindestens einmal im Jahr ist eine Pressemitteilung zu entwerfen. • Jedes Jahr sind auf einer Veranstaltung die Ergebnisse zu präsentieren. Die Veranstaltungen werden durch das LU und LFA organisiert. Die letzte Veranstaltung wird vor dem 16.09.2022 durchgeführt. • Die Verwendung von Sachkosten ist mit der LFA abzustimmen. Bei allen Anschaffungen ist nach den Maßgaben der gültigen VOB sowie der VOL zu handeln. Die Anschaffungen sind bei der LFA zu inventarisieren. Betriebskosten werden durch die LFA verwaltet und von dieser auch die entsprechenden Aufträge auslöst. Ein Verwendungsnachweis über alle inventarisierten Mittel ist bis zum 15.09.2018 mit der LFA abzustimmen.

Veröffentlichung

Geonet Ausschreibung 27480 vom 21.01.2019